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Die Atmung in der T'ai Chi und Qi Gong Praxis
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Zhi-Chang Li


Ji QI GONG
nach
Großmeister Zhi Chang Li
in Mering mit
LUDWIG KNEISSL
autorisierter Kursleiter durch Zhi Chang Li

 

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 Home Was ist QiGong Atmung
Stilles Qi Gong Tai Chi Chuan Tai Chi Qi Gong
Kurse
email: Qikneissl@hotmail.com
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Qigong, Tai Chi Chuan, TC- Gymnastik, Gesundheitspflege
Besonders in unserer gestressten Zeit, dem sogenannten Informationszeitalter und der damit verbundenen Reizüberflutung suchen viele Menschen einen Ausgleich, etwas wo sie loslassen können, einlassen auf sich selbst und auf das was geschieht.

Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre wurden viele Gesundheitsübungen großzügig von den Krankenkassen angeboten oder gefördert. In diesen Bereich wurden auch immer mehr Tai Chi Chuan und Qigong Kurse angeboten.

Im Zuge der Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen wurden solche Kurse als allgemeine Gesundheitsvorsorge und somit als nicht förderfähig eingestuft. Mittlerweile hat hier wieder ein Umdenken eingesetzt und einige Krankenkassen bieten nun wieder für ihre Mitglieder selbst solche Kurse an. Tatsache ist, solche Übungen dienen der Gesundheitspflege und vielem mehr.

Doch was ist Qigong?

Qigong ist erst nach der chinesischen Kulturrevolution zu einem modernen Sammelbegriff geworden. Es hat viele Ausdrucksformen wie z.B.: Gesundheitspflege, TCM (Traditionelle chinesische Medizin), Tuschemalerei, Meditationstechniken, Kampfkünste, alchimistische Techniken etc. Vor der Kulturrevolution war Qigong nur ein Begriff aus der Kampfsporttechnik. Wir wollen trotzdem einfachheitshalber von Qigong-Tradition im weiteren Sinne sprechen.

Der Begriff Qigong setzt sich zusammen aus:

Qi = Lebensenergie, eine feinstoffliche Substanz, die alles Leben

 

und den Kosmos durchdringt. Es wird vorwiegend aufgenommen durch Atem und Nahrung. Der Begriff hat sehr viele Bedeutungen und ist auch im chinesischen nur schwer beschreibbar.

Gong = Arbeit, Fähigkeiten, Techniken, Übungsmethoden.


Zusammenfassend lässt es sich in etwa als "Arbeiten an und mit der Lebensenergie" übersetzen. Weil im Qigong der Atem benutzt wird, kam es fälschlicher weise als Atemtechnik in den Westen.

Der Ursprung liegt in der mystischen Vorzeit, weit vor den großen Religionen wie Daoismus und Buddhismus. Durch Naturkatastrophen und Kälteeinbrüche sollen vor ca. 6000 bis 10000 Jahren die Menschen in ihrer großen Not und in tiefer Frömmigkeit solche Katastrophen als Strafen in Demut angenommen haben. Mit der Zeit stellten sie fest, dass irgendetwas, was sich im Körper spürbar abspielte, sie am Leben erhielt. Dies kann man als die Geburtsstunde des Qigong bezeichnen. Es war ein Üben aus einer inneren Ruhe und ohne konkrete Erwartung und Vorstellung. Durch Kultivierung dieser inneren Erscheinungen und äußeren Übungen haben sich verschiedene Übungssysteme bzw. Schulen und Stilrichtungen gebildet. Diese Übungen wurden zum Teil auch von den Religionen übernommen und haben so im Daoismus und Buddhismus überdauert. Die äußeren Übungen können als traditionelle Gymnastik bezeichnet werden, und sind im eigentlichen Sinne keine Qigong Übungen. Im Vordergrund steht dabei die Bewegung, die jedoch mit Aufmerksamkeit und Konzentration ausgeführt werden. Sie sind für unser westliches Verständnis von Körperlichkeit eine gute Einstiegsmethode ins Qigong. Beim Übungen aber auch in der TC- Medizin und TC- Massagen usw. wird Qi mit einbezogen. Ohne eine Einbeziehung von Qi kann man nicht von TC- Methoden oder gar von Qigong sprechen.

Qi ist das Medium, das die Brücke vom Körperlichen zum Geistigen bildet. Alle traditionellen Qigong-Schulen arbeiten nach diesem Prinzip. Ihr Schwerpunkt liegt, je nach Stil / Schulrichtung mehr oder weniger auf das unmittelbare innere und äußere Arbeiten auch mit innerer und äußerer Alchemie.

Die Qigong-Schulen lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen:

daoistische Schulen, z.B.: Die Taijimen-Schule

Buddhistische Schulen, z.B.: Die Mi-Schule


Die Überlieferung erfolgte stets im Geheimen und wurde nur innerhalb der Schulen weitergegeben. Das gesamte Wissen wurde meist nur an zwei bis drei Schüler für die nächste Generation vermittelt. Im Laufe der chinesischen Geschichte kam es jedoch immer wieder zu Unterdrückung der einen oder anderen Schule, so dass diese in den Untergrund abgedrängt wurden. Dadurch kam dieses Wissen zum Teil auch Menschen außerhalb der Schulen zu Gute. Zuletzt wurde in der Zeit der Kulturrevolution alles verboten, was in Verbindung mit Religion oder Qigong in Verbindung gebracht werden konnte. Viele Lehrer sind deshalb auch ausgewandert und es kam zu einem großen Bruch in der Qigong Tradition.

Um mich nicht in den zehntausend Dingen zu verlieren, will ich mich auf die Betrachtung und Zusammenhänge des bewegten und stillen Qigong beschränken.

Der Daoismus kennt drei Sphären:

 

Ebene der Materie, des Ausgeformten

 

Ebene des Halbausgeformten (z.B.: Meridiansystem)

 

Ebene der Unausgeformten, des potentiell Vorhandenen, im Keim angelegten


Diesen drei Ebenen entsprechend, kann man auch die verschiedenen Übungssysteme einteilen, umso weniger konkret, umso höher stehend die Übung. Mit den Übungssystemen der ersten Ebene z.B.: Sport etc. wird Lebensenergie verbraucht. Umso höher stehend eine Übung ist, umso mehr Energie bleibt erhalten, oder wird hinzugewonnen. So kann dann aus der Essenz (der noch materiellen Lebenskraft) Qi gewonnen werden und später Qi in Shen (Geist) umgewandelt werden. Diesen Vorgang nennt man innere Alchemie.

 

Übungen der ersten Ebene sind z.B.: Joggen, Fußball, etc.

 

Übungen der zweiten Ebene sind z.B.: Meditative Übungen mit den Meridianen.

 

Übungen der dritten Ebene entstehen von selbst, aus tiefer innerer Ruhe

Die Trennung der drei Ebenen ist nicht so strikt. So sind zum Beispiel die 18 Bewegungen oder die 8 Brokate je nach Ausführung, noch der ersten oder schon der zweiten Ebene zuzuordnen. Das Tai Chi Chuan kann sowohl nur auf der sportlichen Ebene ausgeführt werden, als auch gar bis in die dritte Ebene reichen.

Ein wesentlicher Aspekt des Qi Gong ist es, die Vorstellungskraft als einen weiteren Sinn des Menschen zu schulen, um im weiteren Übungsverlauf /- fortschritt alle Sinne abschalten zu können um zur Formlosigkeit zu kommen.

Die höchste Stufe von Übungen sind die nicht formgebundenen Übungen. Aber wie will man etwas üben, was keine Vorgabe, keine Form und keine Gestalt hat.

Formloses Üben bezeichnet man als den Weg von innen nach außen. Aus der Ruhe entsteht Bewegung im Körper und Bewegung des Körpers. Diese Art des Übens ist nur möglich bei einem engen Meister-/Schülerverhältnis und erfordert ein mehrjähriges Zusammenleben von Meister und Schüler. Ein Meister kann hierbei nur sehr wenige, oder gar nur einen Schüler haben. Dieses Meister-/Schülerverhältniss ist in der Neuzeit und vor allem im Westen nicht möglich. Es bietet sich der Weg von außen nach innen, vom formgebundenen Üben zu immer mehr formlosen Üben an. Hier ist der Einstieg leichter und der Übungsfortschritt einer Gruppe verläuft gleichmäßiger. So können mehrere Schüler von einem Meister gleichzeitig unterrichtet werden. Wichtig ist, dass man nicht bei einer Übung, Übungsreihe, auf einen Übungsstand stehen bleibt, sondern fortschreitet, zu höheren Übungsmethoden.
Das Prinzip heißt: "Ist der Fluss überquert, so ist es nicht notwendig das Boot mit sich herumzuschleppen".